Winterbühne 2013

Arsen und Spitzenhäubchen

 

 

Eine Kriminalparodie von Joseph Kesselring mit viel schwarzem Humor.

Inszenierung & Bearbeitung: Ramona Gaigl

Darsteller: Amateurschauspieler aus Büdingen und Umgebung

 

Abby und Martha Brewster sind liebenswert, engagieren sich in der Gemeinde sozial und geben ihr Geld für gemeinnützige Zwecke aus. Auch kümmern sie sich rührend um ihren persönlichkeitsgestörten Neffen Teddy. Dieser hält sich für Präsident Roosevelt und ist in der Nachbarschaft und bei der Polizei als Unruhestifter bekannt, weil er im Zuge seiner Wahnvorstellungen regelmäßig laut auf seiner Trompete zum Angriff bläst. Der Theaterkritiker Mortimer, ebenfalls Neffe der beiden Frauen, kommt in letzter Zeit häufig zu Besuch, da er in Elaine verliebt ist, die im Nachbarshaus wohnt.

 

Das Stück beginnt mit einem scheinbar ganz normalen Nachmittag: Die Polizisten Klein und Brophy sammeln für die Heilsarmee bei den spendierfreudigen Brewsters. Der Pfarrer Dr. Harper - Vater von Elaine - ist zum Tee eingeladen und Martha und Abby haben sich am Vormittag die Gelegenheit nicht entgehen lassen, ihrem liebsten Hobby nachzugehen. Worum es sich hierbei handelt, erfährt Mortimer, als er kurz nach seinem Heiratsantrag an Elaine eine entsetzliche Entdeckung macht: In der Truhe beim Fenster liegt eine Leiche. Mortimer stellt die Tanten zur Rede und muss erfahren, dass diese aus Mitleid einsame Männer in ihr Haus locken und töten, um sie "Gott näher zu bringen". Der Mann in der Truhe ist schon Nr. 12.

 

In der Zwischenzeit kehrt Mortimers lange verschollener Bruder Jonathan zurück. Dieser ist zum polizeilich gesuchten Mörder geworden. Zusammen mit seiner Komplizin Dr. Einstein will er im Haus der Tanten untertauchen und sich heimlich seines mitgebrachten letzten Mordopfers entledigen. Als Mortimer die mitgebrachte Leiche entdeckt, will er seinen Bruder des Hauses verweisen. Die beiden Verbrecher haben jedoch inzwischen herausgefunden, dass sie nicht die einzigen sind, die eine Leiche im Keller verschwinden lassen wollen.

 

Die gegenseitigen Abneigungen von Mortimer und Jonathan führen dazu, dass Jonathan beschließt Mortimer umzubringen. Da bei den Brewster allerdings selten etwas läuft wie geplant, sind weder die wegen diverser Bagatellen vorbeischauenden Polizisten, die eingeschnappte frisch verlobte Elaine noch der verkappte Schriftsteller O'Hara die einzigen, die diesen Plan durcheinanderbringen.